Europa spricht nicht mit einer einzigen Stimme. Es besteht aus einem Chor aus vielen Sprachen, Traditionen und Sichtweisen auf die Welt. Dieser Reichtum und diese Vielfalt waren schon immer eine Quelle der Stärke, gegründet auf der Überzeugung, dass Unterschiede nicht trennen, sondern verbinden.
Für die Kinder und Jugendlichen in den Programmen von Superar ist dies keine abstrakte Idee. Die Last einer gespaltenen Welt und eines sich wandelnden Planeten ist in ihrem Leben auf eine Weise präsent, die sich nicht ignorieren lässt. Viele wachsen mit Nachrichten über nahegelegene Kriege auf, in Familien, die von Vertreibung geprägt sind, und in Gemeinschaften, die täglich mit Diversität konfrontiert sind. Die Musik verschließt sich dieser Realität nicht. Sie holt die Kinder dort ab, wo sie stehen, und bietet ihnen etwas Kraftvolles: die Erfahrung, gemeinsam etwas zu erschaffen, zu hören und gehört zu werden und im Menschen neben sich das Menschliche zu erkennen.
Im Schuljahr 2026/2027 lädt Superar Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Gemeinschaften aus sieben Ländern dazu ein, durch Musik zu erkunden, was es bedeutet, in Vielfalt vereint zu sein. In Proberäumen von Wien bis Sarajevo, von Zürich bis Budapest und von Bratislava bis Bukarest werden tausende junge Menschen – mit unterschiedlichsten Hintergründen, Sprachen und Lebensgeschichten – gemeinsam musizieren. Nicht trotz ihrer Unterschiede, sondern gerade durch sie.
01.03. 2027
Wiener Konzerthaus | Großer Saal